Bezirksseminar „Sozialpolitik“ der Jusos Weser-Ems in Bad Zwischenahn - Europäische Krankenversicherung verwirklichen

 
 

Das Thema Sozialpolitik beschäftigte die Jusos Weser-Ems an einem zweitägigen Seminar in Bad Zwischenahn im wunderschönen Ammerland. Den Auftakt des Seminars mit vielen jungen interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern machte eine so genanntes World-Cafe zu den Themenbereichen Pflege der Zukunft, Gesundheitspolitik der Zukunft und Kranken- und Pflegeversicherung.

 

In einer intensiv geführten Diskussion und einer anschließend noch intensiver stattfindenden Gruppenarbeitsphase wurden die Ergebnisse gebündelt und zusammengefasst. So wolle man sich in Zukunft weiterhin für die Umsetzung und Einführung der BürgerInnenversicherung einsetzen, die Arbeitsbedingungen wie Arbeitszeiten und  Entlohnung vor Allem in Kranken- und Pflegeberufen deutlich verbessern, weiter über eine Europäische Krankenversicherung diskutieren und Zeitkontingente  in der Stationären und ambulanten Pflege ausweiten.

Einen weiteren Programmpunkt nahm der Vortrag des Weser-Emser Juso-Bezirksvorsitzenden Sebastian Kunde ein. Kunde erläuterte in einem eindrücklich erzählten Vortrag die Geschichte und Ausrichtung der 1919 gegründeten Arbeiterwohlfahrt.  „Sozialdemokratie und Arbeiterwohlfahrt müssen auch in Zukunft gemeinsam für eine gerechtere Sozial- Renten und Arbeitsmarktpolitik kämpfen“ so der Bezirksvorsitzende. 

Unterschiede und Gemeinsamkeiten von AWO und SPD im Bezug auf das Unternehmertum und ArbeitnehmerInnenfreizügigkeit beleuchteten die jungen Politikerinnen und Politiker in intensiver Gruppenarbeit. Auf Grundlage der „Eckpunkte für wertgebundene AWO-Unternehmen“ lassen sich viele Überschneidungen mit der SPD feststellen. Während die beiden Verbänd neben den sehr ähnlichen Grundwerten auch viele Positionierungen in Einzelfragen teilen, könnte die SPD insbesondere in Hinsicht auf ihre kritische Selbstreflexion noch von der AWO lernen.

Ebenso müsse man weiter gemeinsam für eine Gleichstellung in Bereich der ArbeitnehmerInnenüberlassung kämpfen. Jeder muss in Deutschland bei gleicher Arbeitsleistung auch gleiche Arbeitsbedingungen und Entlohnung erhalten. 

Die offen arbeitnehmerfeindlichen Pläne der AfD sind in verschiedenen Kapiteln des Programmentwurfes versteckt. Dies Erarbeiteten die Seminarteilnehmerinnen und Seminarteilnehmer in einer intensiven Diskussion über die Ziele der so genannten „Alternative für Deutschland“.  So will die AfD das Renteneintrittsalter erhöhen. Im Kapitel „Familien und Kinder“ erklären sie zur Bewältigung der demografischen Entwicklung, dass sie „flexible Modelle einer sich parallel zum Anstieg der Lebenserwartung verlängernden Lebensarbeitszeit“ wollen. Das bedeutet, mit steigender Lebenserwartung soll das Renteneintrittsalter weiter angehoben werden. Dies wiederum bedeutet faktische Rentenkürzungen für alle jene, die das Renteneintrittsalter nicht erreichen können, und in der Folge Abschläge bei der Rente hinnehmen müssen.

Den Abschluss des ersten Seminartages machte das Wissensquiz „Jeopardy“ zu den Themenbereichen SPD und Europa.

Den Beginn des zweiten Seminartages macht der Film: BR „Deutschland und Seine Volkshochschulen: Arbeit und Beruf“. Berufliche Weiterbildung ist ein unverzichtbarer und zentraler Bestandteil der Volkshochschularbeit und ein zentrales Thema im Leben von fast jedem Menschen. Auch die Protagonistin Nadia lernt viel auf ihrer Reise. Sie spricht in dem Film  mit Auszubildenden und macht bei einem Pädagogikkurs mit.

Zu einer Arbeitsphasen diskutierten die jungen Genossinnen und Genossen mit Daniel Schweer, stellvertretender Juso-Bezirksvorsitzender über  „Sozialstaat und Soziale Demokratie“.

Den Vorläufigen Inhaltlichen Abschluss machten ein Rückblick auf das Seminar, und ein thematischer Ausblick auf kommende Themen des Politikfeldes.

 


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