Jusos Osnabrück-Land fordern schnelle Entlastung der Landesaufnahmestelle Hesepe - Forderung nach mehr dezentralem Wohnraum auch durch Zwangs-Anmietung

Las Hesepe
 
 

Die Landesaufnahmestelle Hesepe, die die Jusos Osnabrück-Land gemeinsam mit den Jusos Weser-Ems erst im vergangenen Jahr zu einem Informationsgespräch besucht hatten soll weitere 400 AsylbewerberInnen aufnehmen. Wo eigentlich nur Platz für 600 Menschen ist, leben mittlerweile 2.500 Flüchtlinge. Diese Unterbringung soll nach Informationen der Jusos in Zelten auf dem Sportplatz stattfinden. Schon lange finden Asylsuchende kaum mehr Platz in den Gebäuden der ehemaligen Niederländischen Kaserne.

 

„Die schreckliche Lage vor Ort ist kaum in Worte zu fassen. Das in einem wohlhabenden Land wie Deutschland AsylbewerberInnen unter solchen menschenunwürdigen Zuständen leben müssen, ist unverständlich“ so Maresa Emons, Stellvertretende Landesvorsitzende der Jusos Niedersachsen. „Jedoch muss man mit Schrecken feststellen, dass Hilfesuchende und unter Not leidenden Menschen zunehmend Feindseligkeiten und Übergriffen ausgesetzt sind.“

Zur weiteren Aufstockung der Kapazität, vor allem aber zur Unterbringung in Zelten,  äußern sich die Jusos kritisch. „Das Konfliktpotential in der Einrichtung wächst mit der zunehmenden Enge in der Einrichtung. Eine Unterbringung in Zelten würde die Situation noch weiter verschärfen, und stellt für uns keine menschenwürdige Unterbringung von Flüchtlingen dar.“ So Daniel Schweer, Vorsitzender der Jusos Osnabrück-Land.

Vielmehr müsse die Landesregierung in Kooperation mit der Bundesregierung schnellstmöglich handeln, um neben der Neueirichtung von weiteren Aufnahmestellen für Asylbewerberinnen auch die Dezentrale Unterbringung weiter voranzubringen. Die Forderung des Flüchtlingsrates Niedersachsen e.V., die Flüchltlingsunterbringung zu entbürokratisieren, wäre ein Schritt in die richtige Richtung, und könnte die Landesaufnahmestellen zukünftig entlasten und die Situation der geflüchteten Menschen nachhaltig verbessern.

Hierzu müssen kommunen in denen kurzfristig keine entsprechenden Wohnungen zur Verfügung stehen, Instrumente an die Hand gegeben werden, wie zum Beispiel  länger leer stehende Wohnungen oder Ferienwohnungen für eine gewisse Zeit zwangsangemietet werden können. So Schweer weiter.

 

 


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